Vegane Maronensuppe mit gebratenen Pilzen und spicy Nuss-Topping
Maronen – was für ein schöner Name für Esskastanien! Ich verbinde damit direkt einen süßlichen Duft, das Knistern von Feuer und warme Behaglichkeit! Denn auf manchen Weihnachtsmärkten werden noch ganz traditionell Maronen in der Glut eines kleinen Öfchens geröstet und man isst sie dann heiß aus einer kleinen Papiertüte. Sie schmecken mehlig-süß und man bekommt dabei ganz warme Hände und ein wohliges Glücksgefühl im Bauch. Haltet also unbedingt mal bei eurem ersten Weihnachtsmarkt- Spaziergang danach Ausschau!
Durch meinen Partner habe ich die Marone diesen Herbst aber nochmal ganz neu kennengelernt: Er kommt ursprünglich, wie auch die Marone selbst, aus Frankreich und dort isst man im Herbst oft eine wundervoll cremige Maronensuppe, bevor es die Gerösteten auf dem Weihnachtsmarkt gibt. Die Suppe ist super einfach und schnell gemacht, schmeckt herrlich würzig-süß und hat den gleichen wohltuenden Effekt, weshalb sie von Oktober bis Dezember eigentlich fast jede Woche mindestens einmal bei uns auf dem Tisch landet. Dazu passen perfekt ein paar würzig gebratene Pilze mit frischem Thymian und Nüssen als Topping – ihr könnt bei den Pilzen übrigens alle Sorten nehmen, die ihr im Bio- oder Supermarkt so findet und auch gerne miteinander mischen – je bunter, desto leckerer!
Wann ist eigentlich Maronensaison?
Frische Maronen bekommt ihr von September bis Februar – also genau die richtige Zeit für diese wohlige Suppe! In den Herbst- und Wintermonaten findet ihr sie oft auch auf Wochenmärkten. Die vakuumierten Varianten gibt's aber das ganze Jahr über, falls euch im Sommer plötzlich die Maronensehnsucht packt.
Sind Maronen eigentlich gesund?
Oh ja, Maronen sind kleine Powerpakete! Sie enthalten deutlich weniger Fett als andere Nüsse, dafür aber jede Menge komplexe Kohlenhydrate, die euch schön satt machen. Außerdem stecken sie voller B-Vitamine, Kalium und Magnesium – perfekt für kalte Tage, wenn der Körper nach wärmender Energie verlangt. Ein weiterer Pluspunkt: Maronen sind von Natur aus glutenfrei und lassen sich deshalb super in viele Gerichte einbauen.
Wo bekomme ich Maronen her und muss ich sie wirklich selbst schälen?
Die gute Nachricht zuerst: Ihr müsst nicht stundenlang in der Küche stehen und euch die Finger wund schälen! Für dieses Rezept nehmen wir gekochte und geschälte Maronen, die ihr vakuumiert im Supermarkt findet – meistens im Regal bei den Nüssen oder im Kühlregal. Die sind super praktisch, sparen Zeit und Nerven. Falls ihr trotzdem frische Maronen verwenden wollt, müsst ihr sie einritzen, im Ofen rösten und dann schälen – das dauert zwar länger, schmeckt aber auch fantastisch.
Kann ich die Suppe auch vorbereiten?
Absolut! Die Maronensuppe ist ein perfekter Meal-Prep-Kandidat. Ihr könnt sie bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahren und einfach vor dem Servieren nochmal aufwärmen. Nur die Toppings würden wir frisch zubereiten – die gebratenen Pilze und gerösteten Nüsse schmecken knusprig einfach am besten.
Ganz wichtig ist jedoch: Bitte nicht vor lauter Vorfreude und Appetit jetzt in den nächsten Stadtpark laufen und Kastanien sammeln! Die Marone ist eine ganz spezielle und eigenständige essbare Sorte, die extra angebaut wird. Die Kastanien hier bei uns in den Straßen sind leider nicht genießbar, eignen sich aber dafür umso besser zum Basteln von kleinen Kastanien-Tierchen, während die Suppe auf dem Herd köchelt.
Vegane Maronensuppe mit gebratenen Pilzen und spicy Nuss-Topping
Zutaten
Für die Suppe:
- 400 g gekochte Maronen
- 150 g Pilze (z. B. braune Champignons)
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 2 EL vegane Butter
- 50 ml veganer Weißwein
- 600 ml Gemüsebrühe
- 130 ml vegane Kochsahne
- Salz
- Pfeffer
Für die Toppings:
- 250 g Pilze (z. B. braune Champignons)
- 2 EL vegane Butter (aufgeteilt)
- 4 Zweige frischer Thymian
- 100 g Nussmischung
- Chiliflocken
- Zimt
Zum Servieren:
- 2 Zweige frischer Thymian
- 1 Baguette
- Pfeffer
Zubereitung
Für die Suppe Maronen, Pilze, Zwiebel und Knoblauch klein schneiden.
Vegane Butter in einem großen Topf zerlassen und Zwiebel und Knoblauch darin anschwitzen, bis die Zwiebelstückchen glasig sind. Maronen und Pilze hinzugeben und circa 5 Minuten anbraten, bis sie gebräunt sind. Mit veganem Weißwein ablöschen. Anschließend Gemüsebrühe und vegane Sahne hinzugeben und gut verrühren. Die Suppe auf mittlerer Stufe circa 10 Minuten köcheln lassen.
In der Zwischenzeit für das Topping Pilze putzen und in Scheiben schneiden. In einer Pfanne einen Esslöffel vegane Butter zerlassen und die Pilzscheiben darin anbraten, bis sie gut gebräunt sind. Dabei die Blätter von vier Zweigen Thymian dazugeben. Erst nach dem Braten mit Salz und Pfeffer würzen.
Nüsse hacken. In einer kleinen Pfanne einen Esslöffel Butter zerlassen. Nüsse, Chiliflocken und Zimt nach Geschmack hinzugeben und anrösten, bis die Nüsse ebenfalls gut gebräunt sind. Danach in eine Schale umfüllen.
Suppe pürieren und mit Pilz- und Nuss-Topping, frischem Pfeffer und den restlichen Thymianblättern und aufgeschnittenem Baguette servieren.
